Marathonlauf & globale Erwärmung: Wie Hitze Spitzenleistungen bedroht. Das Rennen um Rekorde heizt sich auf – und die idealen Bedingungen schwinden
- Nov 11, 2025
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Updated: Nov 11, 2025
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Für Langstreckenläufer beginnt das Rennen schon, bevor der Startschuss fällt – denn es geht nicht nur um Beine und Lungen, sondern auch um das Wetter. Doch durch die globale Erwärmung bekommt der Marathonlauf einen neuen, mächtigen Gegner: ein heißer Planet. Neue Studien, die Hunderte von Rennen analysierten, zeigen, dass die perfekten Klimabedingungen für Rekordzeiten immer seltener werden.
Elite-Läufer erzielen ihre Bestleistungen bei rund 4 °C Lufttemperatur, während Elite-Läuferinnen um die 10 °C bevorzugen. Doch mit dem steigenden Klimatrend schrumpfen diese optimalen Zeitfenster rapide. Eine Untersuchung von 221 globalen Marathons prognostiziert, dass bis 2045 rund 86 % dieser Rennen kaum noch ideale Bedingungen für Höchstleistungen bieten werden. Wenn das Thermometer steigt, steigen auch Hitzestress, Dehydrierungsrisiken – und die Fähigkeit des Körpers, sich während eines Marathons zu kühlen, nimmt drastisch ab.
Und die Folgen sind schon sichtbar. Viele legendäre Marathons, einst bekannt für schnelle Zeiten und neue Rekorde, finden inzwischen bei wärmerem und feuchterem Wetter statt. Veranstalter reagieren: Startzeiten werden vorverlegt, Wasserstationen verdichtet, medizinische Teams aufgestockt. Doch trotz aller Anpassungen bleibt die Herausforderung: Der Klimawandel verändert nicht nur die Laufbedingungen, sondern auch das Verständnis davon, was ein „schneller Marathon“ überhaupt bedeutet.




