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Crime 101 Kritik: Ein schicker Slow-Burn-Heist, der überraschend Herzen stiehlt

  • 11 hours ago
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Crime 101 Poster
⭐⭐⭐

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Wer ins Kino geht und erwartet, dass Chris Hemsworth und Mark Ruffalo in Spandex alles kurz und klein schlagen, der wird eine ganz andere, sehr ruhige Überraschung erleben. Crime 101, unter der Regie von Bart Layton und basierend auf Don Winslows Novelle, landet als kultivierte, wenn auch etwas überlange Ode an die klassischen Heist-Filme vergangener Zeiten auf der Leinwand. Der Cast ist erstklassig – inklusive Halle Berry, die ehrlich gesagt einfach nicht altert, und dem Agenten des Chaos höchstpersönlich, Barry Keoghan –, aber der Film tauscht das übliche Adrenalin-Junkie-Tempo gegen ein sanftes Köcheln. Es ist im Grunde Heat auf Low-Carb-Diät: stylisch, launisch und überraschend investiert in die profanen Dramen seiner schönen Protagonisten.


Was mich wirklich gepackt hat, war nicht die Mechanik des Raubüberfalls, sondern die unerwarteten Charaktermomente. Wir sehen Hemsworth gegen den Typ besetzt als höflichen „Gentleman-Dieb“, der schockierend unbeholfen beim Dating ist (einem buchstäblichen nordischen Gott dabei zuzusehen, wie er eine SMS vermasselt, ist eine ganz eigene Art von Freude). Dann ist da Ruffalo, der einen Detective spielt, der anfangs wie ein wandelnder Scheidungsvergleich aussieht, aber langsam seinen Groove findet – und sogar mit Yoga anfängt –, während er sein Ziel einkreist. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Katze ihren inneren Frieden sucht und die Maus nur versucht, ein anständiger Kerl zu sein, der zufällig Diamanten stiehlt.


Der Film ist jedoch nicht ohne seine „Ja, klar“-Momente. Es gibt Handlungskonstrukte, die die Räder ein wenig zu großzügig schmieren, insbesondere wenn Charaktere ihre Motivationen im Handumdrehen ändern, nur um die Laufzeit unter drei Stunden zu halten. Barry Keoghan ist wie immer elektrisierend anzuschauen, aber seine Figur fühlt sich weniger wie eine Person an, sondern mehr wie ein Schraubenschlüssel, den die Autoren ins Getriebe werfen, wann immer sie sich in eine Ecke geschrieben haben. Führt diese Crime 101 Kritik zu einer Empfehlung? Sagen wir einfach: Trotz der Längen beinhaltet die Belohnung mehr als nur gestohlene Edelsteine.

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