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Globale nukleare Ordnung: Warum die Welt wieder aufrüstet

  • Oct 20, 2025
  • 3 min read
Nuclear Club
Das nukleare „Gleichgewicht“ zerbricht.

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Jahrzehntelang hat die Welt versucht, dem Schatten des Atompilzes zu entkommen. Nach dem Kalten Krieg entstand durch weltweite Bemühungen, die Bestände zu reduzieren und die Verbreitung von Kernwaffen zu verhindern, ein Gefühl fragiler Stabilität. Diese Stabilität, die auf einem System namens globale nukleare Ordnung beruhte, erodiert nun sichtlich. Ein neuer, gefährlicher Trend zeichnet sich ab: die Renuklearisierung.


Diese Ordnung war kein Zufall. Sie wurde in der Krise geschmiedet. Die Kubakrise von 1962, die die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion an den Rand der Vernichtung brachte, war eine erschreckende Lektion dafür, wie gefährlich das Atomzeitalter geworden war. Das Ergebnis, das 1970 in Kraft trat, war der Atomwaffensperrvertrag (NPT), ein großer Pakt, der die Welt vom Abgrund zurückholen sollte.


Der Deal war einfach: Nicht-Kernwaffenstaaten versprachen, niemals die Bombe zu erwerben. Im Gegenzug verpflichteten sich die fünf ursprünglichen Atommächte – die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China – auf eine eventuelle Abrüstung hinzuarbeiten. Dieser Vertrag war immer unvollkommen. Einige Nationen wie Indien, Pakistan und Israel haben ihn nie unterzeichnet und ihre eigenen Arsenale entwickelt. Nordkorea trat bei und verließ ihn dann auf berüchtigte Weise. Aber das Kernprinzip der Nichtverbreitung hielt weitgehend stand – bis jetzt.

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