James Watson DNA-Entdeckung knackte den Code. Versteckte die Doppelhelix ein Doppelleben aus Genie und Bigotterie?
- Nov 19, 2025
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Also, James Watson hat endlich das Zeitliche gesegnet, im stolzen Alter von 97 Jahren. Wenn Sie jemals im Biologieunterricht aufgepasst haben, kennen Sie den Namen. Das ist der Typ, der 1953 zusammen mit Francis Crick im Grunde den Code für die menschliche Existenz geknackt hat. Sie spazierten in einen Pub in Cambridge und verkündeten, sie hätten das Geheimnis des Lebens gefunden. Das klingt wie der ultimative Anmachspruch, stellte sich aber als wissenschaftlich korrekt heraus. Es war die James Watson DNA-Doppelhelix, und sie veränderte alles – davon, wie wir Verbrecher fangen, bis hin zur Herstellung von Impfstoffen. Man könnte meinen, das sichert ein Vermächtnis aus purem Gold, aber die Geschichte ist nie so einfach.
Das Drama hinter dieser Entdeckung wäre eine eigene Netflix-Serie wert, denn es waren nicht nur zwei Typen beim Brainstorming. Sie bauten ihr Modell anhand von Röntgenbildern, die von Rosalind Franklin aufgenommen wurden. Sie leistete die Schwerstarbeit, während sie das Basteln übernahmen. Sie wusste nicht einmal, dass sie ihre Daten verwendeten – der klassische Albtraum eines Gruppenprojekts, bei dem man die Arbeit macht und die anderen die gute Note bekommen. Watson und Crick bekamen 1962 den Nobelpreis und Franklin eine Fußnote, weil sie bis dahin tragischerweise verstorben war. Es war das goldene Zeitalter der Molekularbiologie, aber das Fundament war etwas wackelig.
Jahrzehntelang war Watson der Rockstar der Wissenschaft, leitete das Cold Spring Harbor Laboratory und schrieb Bestseller. Doch dann fing das Genie an, Dinge zu sagen, die nicht nur kontrovers, sondern schlichtweg furchtbar waren. Er machte öffentlich haltlose Behauptungen über Rasse und Intelligenz und äußerte sich abfällig über Frauen in der Wissenschaft – was ironisch ist, wenn man bedenkt, wer ihm zum Ruhm verholfen hat. Die wissenschaftliche Gemeinschaft, die exzentrische Persönlichkeiten normalerweise toleriert, zog hier eine harte Grenze. Er wurde fast über Nacht vom Großvater der Genetik zum gesellschaftlichen Außenseiter, und dieser tiefe Fall war absolut brutal mit anzusehen.




