Der Çiftlik-Bank-Betrug: Wie ein Bauernhof-Spiel 130.000.000 $ stahl
- Oct 27, 2025
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Im Juli 2016 wurde in der Türkei ein scheinbar harmloses Handyspiel veröffentlicht, das den Spielern eine revolutionäre Mischung aus Gaming und realen Investitionen versprach. Dies war der Beginn des Çiftlik-Bank-Betrugs. Das Konzept war einfach: Spieler kauften virtuelles Vieh und die Gewinne aus ihren virtuellen landwirtschaftlichen Produkten konnten in echtes Geld umgetauscht werden. Das Spiel behauptete, das Geld der Spieler in echte Farmen zu investieren, wobei die realen Gewinne an sie zurückfließen würden. Es wurde als eine Möglichkeit angepriesen, den angeschlagenen Agrarsektor der Türkei zu unterstützen und dabei reich zu werden. Aber was als Traum für über eine halbe Million Spieler begann, entwickelte sich schnell zu einer der größten Finanzkatastrophen des Landes.
Der Drahtzieher war Mehmet Aydın, ein junger Mann, der einen Klon von Farmville mit einem Echtgeld-Haken erschuf. Das Spiel war ein sofortiger Erfolg. Um Vertrauen für den Çiftlik-Bank-Betrug aufzubauen, veranstaltete Aydın riesige Eröffnungszeremonien für „echte“ Farmen, an denen Politiker und Prominente teilnahmen. Er eröffnete sogar über hundert Franchise-Läden, die Markenprodukte verkauften. Spieler steckten ihre gesamten Ersparnisse in das Spiel, weil sie glaubten, eine kluge Investition zu tätigen. Auf seinem Höhepunkt hatte das Spiel über 250 Millionen Dollar von 130.000 Investoren eingesammelt.
Aber es war alles eine Lüge. Der Çiftlik-Bank-Betrug war ein klassisches Ponzi-Schema. Die Farmen waren nur Show, und die verkauften Produkte stammten nicht aus unternehmenseigenem Viehbestand. Die „Gewinne“, die an frühe Investoren gezahlt wurden, stammten aus dem Geld neuer Spieler. Das Schema verließ sich auf aggressives Marketing und Provisionen für die Anwerbung neuer Nutzer, um den Geldfluss aufrechtzuerhalten, ein Markenzeichen des Çiftlik-Bank-Betrugs.




