Zwei Milliarden Bilder pro Sekunde: Licht in Bewegung sehenEine selbstgebaute Hyperkamera macht Physik zum Thriller – Bild für Bild
- Nov 12, 2025
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Was passiert, wenn eine Kamera zwei Milliarden Bilder pro Sekunde schafft? Man hört auf, Momente zu filmen – und beginnt, die Lücken dazwischen zu sehen. In diesem Tempo kriecht ein Lichtstrahl durch den Raum wie ein träger Komet, Spiegel verbiegen seine Bahn wie Plot-Twists, und das „Jetzt“ dehnt sich so weit, dass man in das „Vor-einer-Millisekunde“ blicken kann.
Der Aufbau klingt wie eine Mutprobe: ein Spiegel, eine Linse, zwei Röhren, ein Kabelnest, ein maßgeschneiderter Blitz und ein paar hundert Zeilen Python. Der Trick liegt nicht in der rohen Power, sondern in der genialen Täuschung: Statt ganze Bilder aufzunehmen, zeichnet das System ultraflott einzelne Pixelvideos auf – und scannt dann Szene für Szene mit einem Präzisionsspiegel. Setzt man all diese Pixelclips zusammen, entsteht HD-Footage, in dem man buchstäblich sieht, wie sich Licht bewegt.
Die Upgrades? Köstlich nerdig. Riemengetriebene Gimbals mit Encodern für Stabilität, eine winzige Lochblende zur Pixeldefinition, eine Photomultiplier-Röhre empfindlich genug, einzelne Photonen zu zählen – synchronisiert durch ein Oszilloskop, das Daten mit Milliarden Samples pro Sekunde verschlingt. Doch der wahre Mind-Blow beginnt, wenn das Video deine Intuition zerlegt.




