Die Schuldenkrise der Gen Z erklärt. Gehen sie nur schlecht mit Geld um oder haben wir ihnen ein kaputtes Sparschwein vererbt?
- Nov 22, 2025
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Schlagzeilen über die jüngere Generation und ihre massiven Schulden sind an der Tagesordnung. Es ist ein riesiges Thema, und viele Leute haben eine Meinung dazu. Die populärste ist, dass alles ihre eigene Schuld sei. Sie werden oft als finanziell leichtsinnig beschrieben. Das Klischee ist das einer Generation, die nicht aufhören kann, Geld auszugeben, ständig nur einen Klick von der nächsten Essensbestellung oder dem Kauf weiterer digitaler Artikel entfernt. Es ist eine moderne Version des „Spar-beim-Kaffee“-Vortrags. Das ist eine bequeme Geschichte und sorgt für eine eingängige Schlagzeile. Aber ist das die wahre Geschichte?

Es ist leicht zu erkennen, woher diese Idee kommt. Diese Generation wuchs mit Geld als abstraktem Konzept auf, nicht als physisches Bargeld in einer Brieftasche, sondern als Zahl auf einem Bildschirm. Mit Ein-Klick-Käufen, nahtlosen Bezahl-Apps und digitalen „Münzpaketen“ für 1,99 $ ist das Ausgeben unglaublich einfach. Es ist reibungslos. Wenn man nicht physisch einen Zwanzig-Dollar-Schein übergeben muss, fühlt es sich vielleicht nicht so an, als würde man echtes Geld ausgeben. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Ist das Problem also eine Generation mit Problemen bei der Impulskontrolle? Nicht ganz. Allein ihre Ausgabengewohnheiten zu beschuldigen, übersieht das große Ganze. Das eigentliche Problem ist eine Kombination aus einem wackeligen Arbeitsmarkt, himmelhohen Lebenshaltungskosten und einem Wirtschaftssystem, das sich gegen sie gestapelt anfühlt. Sie haben das Gefühl, zu versagen, aber die Wahrheit ist, dass das Spiel an sich möglicherweise kaputt ist. Wenn man sich den einen riesigen finanziellen Anker ansieht, der um ihre Knöchel gebunden ist, wird klar, dass der Kaffee nie das Hauptproblem war...




